30. Juni 22
Donnerstag
18:00
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Gespräch mit Dr. Joachim Jäger, Neue Nationalgalerie

Bereits in den architektonischen Skizzen Ludwig Mies van der Rohes erkennt man, dass die Verbindung von Skulptur und Natur einen integralen Bestandteil seines Nachdenkens über Architektur bildet. Die von ihm häufig verwendeten Baumaterialien wie grüner Tinos-Marmor oder Nussbaumholz wecken Assoziationen an Äderungen, die das Thema des Hauses als Organismus unterstreichen. Der Architekt, der von den naturphilosophischen Schriften seiner Zeit geprägt war, bringt auf einer weiteren Ebene die Natur in die Architektur ein: Die wie die Häuser geometrisch angelegten Wasserbassins, die zahlreiche Spiegelungen zulassen, schaffen bewegte Oberflächen, die zusammen mit dem Lichteinfall eine sich ständig ändernde Kulisse für die Skulpturen bilden. Der Skulpturengarten der Neuen Nationalgalerie war Teil der umfassenden Sanierung und Neukonzeption des kürzlich wiedereröffneten Museums. Dr. Joachim  Jäger als profunder Kenner des Gebäudes, seiner Historie und seiner spezifischen Konzeption erläutert im Gespräch das Zusammenspiel von Natur, Skulptur und Architektur am Beispiel des ikonischen Bauwerks.