Tickets

Digitales

Kein virtuelles Medium kann den phy­sischen Museums­be­such ersetzen, auf wirkungs­volle Weise ergänzen können ihn jedoch viele. Mit einer wachsenden Auswahl digitaler Angebote bietet das Georg Kolbe Museum die Möglichkeit, sein viel­fältiges Ausstellungs- und Ver­mittlungs­programm aus der Ferne zu erkunden oder an seiner Forschung­sarbeit teilzuhaben. Von der wachsenden Onlinesammlung Kolbe Online über erste Podcasts und einen eigenen Youtube-Kanal bis hin zu App-basierten Audio­walks, virtuell kartierten Kolbe Skulpturen oder digitalen Ver­mittlungs­an­ge­boten wie Online­workshops und Video­bot­schaften, nutzt das Museum eine Viel­zahl neuer Formate, die den lebendigen Austausch mit seinen Besucher*innen be­reichern.

1/8 Kolbes „Morgen“ goes Kolbe Online, Foto: Markus Hilbich
1/8
1/8 Bloomberg Connects: Audioguide zur aktuellen Ausstellung
1/8 Kolbe außer Haus: Kolbes Kiez, Browserversion
1/8 Kolbe außer Haus: Kolbe on the Map, Browserversion
1/8 Kolbe außer Haus: Kolbe on the Map, Mobilversion
Ausstellungsfilm Moderne und Refugium, 2020
1/8

Digitale Sammlung: Kolbe Online

Die wissenschaftliche Erschließung und sukzessive Digitalisierung der Sammlungs­bestände des Georg Kolbe Museums schreitet stetig voran. Die Er­geb­nisse lassen sich auf Kolbe Online“ entdecken. Die Online­sammlung beinhaltet Skulpturen, Hand­zeichnungen, Gips­modelle, historische Fotografien und Korres­pon­denz­en an und von Georg Kolbe sowie eine wachsende Anzahl an Werken anderer, in der Museums­sammlung vertretenen Künstler*innen. Eine Besonder­heit der virtuellen Sammlung ist die Ver­knüpfung inhaltlich verwandter Objekte, womit Ent­steh­ungs­ge­schichten einzelner Werke nach­voll­ziehbar und Bezüge innerhalb von Werkgruppen deutlich werden. Aktuell wird ein weiterer Sammlungs­bereich digital zu­gänglich gemacht: Die Druckgrafik, die zu Kolbes Lebzeiten einen wichtigen Stellenwert in seinem Werk einnahm.

Audioguide: Artists on Artists

Erfahren Sie mehr über die aktuelle Ausstellung Lin May Saeed. Im Paradies fällt der Schnee langsam mit der digitalen Audioguide-App auf Bloomberg Connects.

Für das neue Format Artists on Artists hat das Künstler*innenkollektiv Slavs and Tatars (gegründet 2006, Berlin) einen Audioguide mit ihren Lieblingswerken von Lin May Saeed für die Ausstellung erstellt.

Der kostenlose Guide (Download über den Google Play oder App Store) ist Teil der Bloomberg Connects App mit mehr als 250 Kultureinrichtungen auf der ganzen Welt.Die Bloomberg Connects App kann bei Google Play oder im App Store heruntergeladen werden.

Kolbes Kiez: Ein Audiowalk für das Westend

Im näheren Umfeld des Georg Kolbe Museums gibt es etliche bauliche Strukturen, die von der Erprobung unter­schiedlicher Lebens­modelle im Lauf der Berliner Stadt­geschichte erzählen. Anknüpfend an Georg Kolbes enge Beziehung zur Baukunst bietet der Audiowalk „Kolbes Kiez“ die Möglichkeit, markante Architekturen und Stadt­räume in der Nachbar­schaft des sachlich-modernen Museums­gebäudes per App zu erkunden. „Kolbes Kiez“ ist in Kollaboration mit Poligonal – Büro für Stadtvermittlung und mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Berlin und Europa entstanden. Unter den Stationen: Die Unité d’Habitation Typ Berlin von Le Corbusier, das Haus Poelzig, das Bemühungen einer Bürger­initiative zum Trotz jüngst abgerissen wurde, das ikonische ICC-Gebäude und natürlich Georg Kolbes Sensburg, Heimat des heutigen Museums. Einen Über­blick gibt die Projekt­web­site „Kolbe außer Haus“, auf der sich die einzelnen Hör­bilder auch von zuhause abspielen lassen. Wer in Berlin ist sollte lieber die App für iPhone oder Android runter­laden und Richtung Westend spazieren. 

Kolbe on the Map: Storys, Skulpturen, Stadtkritik

Insgesamt 32 Skulpturen Georg Kolbes befinden sich an architektonisch markanten öffentlichen Orten weltweit. Alle haben ihre Geschichten, manche sind zudem in größere, erinnerungs­politische Kontroversen verwickelt. „Kolbe on the Map“ verknüpft eine Auswahl georeferenzierter Werke und bild­hauerisch geprägter Orte mit kultur­historischen Anekdoten und redaktionell auf­bereitetem Archivmaterial des Museums. Die grünen Punkte auf der digitalen Karte führen zu den kleinen Zeitreisen, die das Museums­team in Zusammenarbeit mit Poligonal – Büro für Stadtvermittlung und mit Fördermitteln der Senats­verwaltung für Kultur und Europa produziert hat. Weil sie sich am besten vor Ort erleben lassen ist das Format mobil optimiert. Wer die „Kolbe außer Haus“-Karte auf dem Smartphone aufruft und sich den markierten Positionen nähert, dem erleichtert sie die Navigation. Vom Berliner Stadt­raum ausgehend erweitert sich das Format kontinuierlich, um auch Werke auf der ganzen Welt zu erfassen.

Youtube-Kanal: Ausstellungsfilme, Trailer, Interviews

Wer es während der Laufzeit einer Ausstellung nicht nach Berlin schafft oder sich einen kleinen Vorgeschmack per Video wünscht, bekommt ihn via Youtube. Mit professionellen Partnern wie dem Team von art/beats pro­duziert das Georg Kolbe Museum Filme zu all seinen Ausstellungen; in der Regel einen kurzen Trailer und eine umfassende Präsentation mit O-Tönen der Künstler*innen und Kurator*innen. Neben Aus­stellungs­filmen werden auf dem Kanal des Museums auch immer wieder Interviews und Künstler­gespräche publiziert, die als Teil des Rahmen­programms im Museum oder auch rein virtuell stattfanden. 

Podcast: Die absoluten Tänzerinnen

Der Podcast „Die absoluten Tänzerinnen“ ist als Erweiterung der Ausstellung „Der absolute Tanz – Tänzerinnen der Weimarer Republik“ entstanden, die vom April bis Oktober 2021 im Museum gezeigt wurde. Wie die Schau selbst stellt das Hör­format elf be­merkens­werte Bewegungs­künstlerinnen vor, die während der Weimarer Jahre in Berlin wirkten. In einer Zeit, die von gesell­schaft­licher Ver­änderung, von bitterer Armut und feudalst gelebtem Reichtum, von Abenteuer- und Ent­decker­lust, vom Experiment und von der Faszination des Neu­anfangs geleitet war, ertanzten sich diese mutigen Frauen ein großes Stück Freiheit. An Theatern wie der Volksbühne, aber auch in kleinen Clubs und Nachtbars fanden sie ihr Publikum. Manche populär und skandal­umwoben, andere in großer Mission unterwegs. Vorhang auf für: Charlotte Bara, Tatjana Barbakoff, Anita Berber, Claire Bauroff, Hertha Feist, Valeska Gert, Jo Mihaly, Oda Schottmöller, Vera Skoronel, Celly de Rheidt und Berthe Trümpy. Jeder Tänzerin ist eine eigene Episode gewidmet, die ihre Biografie sowie Besonder­heiten ihres künstler­ischen Ansatzes beleuchtet. Zu hören ist das erste GKM Audioformat auf allen gängigen Plattformen, von Apple Podcasts bis Spotify.